Was tun, wenn man vor der Zahnarzt-Behandlung grosse Angst hat? Die einen überwinden sich zum richtigen Zeitpunkt dann doch noch, die anderen nehmen beruhigende Medikamente zu sich. Eine einfache und wirkungsvolle, aber hier zu Lande noch relativ unbekannte Alternative ist Lachgas.

Eine Lachgas-Sedierung («sedare» ist lateinisch für «beruhigen») dämpft die Wahrnehmung – die Angst verfliegt. Nichts ausrichten kann das Lachgas zwar gegen Schmerzen, diese werden durch lokale eine Betäubungsspritze ausgeschaltet. Zusätzlich gibt es noch einen weiteren positiven Aspekt: Der Würgereiz bleibt aus, den manche Patienten während der Behandlung empfinden.

Lachgas wird immer beliebter

Die Lachgas-Sedierung gehört in vielen Ländern zur Routine einer Zahnarzt-Behandlung. So bieten sie in den USA und Grossbritannien etwa 90 Prozent der Praxen an. Die Angelsachsen haben zu Recht kaum Vorbehalte gegenüber Lachgas. Das im Gegensatz zum deutschsprachigen Raum, wo traditionell eine grössere Vorsicht gegenüber Lachgas existiert. So haben es heute nur vier Prozent der deutschen Praxen im Angebot, in der Schweiz sind es ebenfalls wenige. Seit einigen Jahren findet allerdings ein Umdenken statt. Insbesondere bei Weisheitszahn-Entfernungen, Implantationen, Zahnextraktionen (Zahnentfernungen ohne operativen Eingriff) werden die Vorteile einer Lachgas-Sedierungen immer häufiger genutzt.

So fühlt sich die Behandlung an

Bei der Lachgas-Sedierung wird dem Patienten über eine kleine Nasenmaske ein Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas zugeführt. Nach wenigen Atemzügen beginnt die Wirkung: Der Patient bleibt dabei wach und behält immer die Kontrolle. Deshalb ist die Methode auch nicht mit einer Narkose zu vergleichen. Stattdessen sagen viele Patienten, es habe sich angefühlt als würden sie «schweben» oder als hätten sie «zwei bis drei Gläser Wein getrunken». Einige sagen auch, sie spürten ein Kribbeln um den Mund, an den Händen und den Füssen.

Nach der Behandlung atmet der Patient ungefähr fünf Minuten reinen Sauerstoff. Im Gegensatz zu anderen Beruhigungsmitteln wie Tabletten oder eine Spritze ist danach die Wirkung vollständig aufgehoben. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass die Lachgas-Sedierung durch mehr Sauerstoff-Zufuhr jederzeit gestoppt werden kann.

Für wen sich Lachgas eignet

Lachgas eignet sich fast für jedermann. Etwa für Kinder, die grosse Angst vor der Zahnarzt-Behandlung haben. Bei einer schweren Lungenerkrankung aber ist von ihr abzuraten. Es kommt auch vor, dass die Lachgas-Sedierung keine Wirkung zeigt. Dann muss der Zahnarzt die Lachgas-Sedierung entweder durch eine andere Massnahme ergänzen (denkbar wären Beruhigungsmittel in Form von Tabletten) oder die Behandlung abbrechen.

Lachgas-Sedierungen bieten folgende unserer Zentren an: Aarau, Baden, Bern Bahnhof, , Bern Marktgasse, Biel, Brugg, Luzern Altstadt, Luzern Pilatusstrasse, Zürich Oerlikon, Olten, St. Gallen, Thun, Uster, Winterthur Deutweg und Zug. Gerne beantworten wir Ihnen weitere Fragen.