Farbige Fische, Oktopusse, Schildkröten: Wer die Unterwasser-Tierwelt sehen will, geht tauchen. Um das Tauchen in der Tiefe geniessen zu können, brauchen Sie entsprechende Technik-Kenntnisse und einen fitten Körper. Dazu gehören auch Ihre Zähne!

Grundsätzlich gilt erst einmal: Nach zahnärztlichen Behandlungen mit Betäubung mindestens 24 Stunden warten bis zum Tauchgang. Je nach Ausgangslage empfehlen wir, folgende weitere Aspekte unbedingt zu berücksichtigen.

  • Tauchen Zeichen alles in Ordnung
  • brown spot im Zahn
  • Frau entspannt, ohne Zahnarztangst, in Yoga- oder Meditationsposition in Zahnarztpraxis.
  • Putzen der Prothese mit Prothesenbürste

1. Bei Hohlräumen – Füllungen, Karies, Knochenläsionen

Bei bestehenden Komposit– und Wurzelfüllungen sowie unter alten Restaurationen könnten sich Lufteinschlüsse und Hohlräume befinden. Sie lassen sich nur durch ein Röntgenbild entdecken. Auch aktive Kariesstellen und chronische Knochenläsionen stellen Hohlräume dar.

Beim Ab- und Auftauchen verändert sich der Umgebungsdruck im Wasser und wirkt sich auf die Hohlräume im Körper, wie Ohren und Nasennebenhöhlen, aus. Diese Druckdifferenz sollte ausgeglichen werden.

Bei Hohlräumen in den Zähnen ist dieser Ausgleich aber nicht machbar. Beim Ab- oder Auftauchen können sie sich entsprechend ausdehnen und zu schmerzhaften Rissen an den Zähnen führen. Vorhandene Füllungen oder Füllungsteile können sich lockern oder vom Zahn lösen, was den Tauchvorgang erschweren kann.

Lassen Sie deshalb Füllungen, Karies und Knochenläsionen beim Zahnarzt kontrollieren und bei Bedarf behandeln. Ersetzen Sie undichte Restaurationen durch dichte und therapieren Sie Karies sowie chronische Knochenläsionen.

2. Nach einem chirurgischen Eingriff

Nach einem chirurgischen Eingriff sollten Sie mindestens bis zur Fadenentfernung (ungefähr acht Tage) auf Tauchen und Schnorcheln verzichten.

Erstens kann sonst die Wunde durch infiziertes Wasser verunreinigt werden. Zweitens können sich die Wundränder wegen dem Mundstück infizieren oder aufklaffen.

Nach Weisheitszahnentfernungen, Knochenaufbauten oder anderen grösseren Eingriffen macht es Sinn, länger auf das Tauchen zu verzichten.

3. Mit Prothesen

Stellen Sie sicher, dass Prothesen beziehungsweise abnehmbarer Zahnersatz unbedingt stabil sitzen. Sonst besteht das Risiko, dass man sich in der Mundhöhle verletzt.

4. Bei gelockerten und entzündeten Zähnen

Locker sitzende und entzündete Zähne (beispielsweise durch Parodontitis) können starken Schaden nehmen oder verloren gehen. Behandeln Sie deshalb die zugrunde liegenden Erkrankungen vor dem Tauchgang.

5. Bei Kieferverspannungen und -beschwerden

Weil ein Taucher das Mundstück festhalten muss, wird das kraniomandibuläre System länger als gewöhnlich belastet. Für Patienten mit Beschwerden und Verspannungen im Kiefergelenk kann Tauchen deshalb eine schmerzhafte Herausforderung sein.  Eine gute Lösung ist ein individuell angefertigtes orthopädisches Mundstück, das auch bei den Seitenzähnen einen Puffer schafft.

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